Golden Trail World Series an der Chinesischen Mauer: Das große Rennen um die Gesamtwertung

text: laura damnitz, quelle: golden trail series | titelbild: gtws / koastal forest

Teilen

24 Kilometer, 1.889 Höhenmeter und eine spektakuläre Kulisse: Die Golden Trail World Series macht Station an der Chinesischen Mauer. Beim Jinshanling Great Wall Trail Race geht es für die internationale Trailrunning-Elite nicht nur um den Tagessieg, sondern auch um wichtige Punkte für die Gesamtwertung vor dem Grand Finale in Südkorea.

Trailrunning auf der chinesischen Mauer

Rund zwei Stunden von Peking entfernt wartet ein außergewöhnlicher Kurs. Die 24 Kilometer führen über historische Treppen, steile Anstiege und technisch anspruchsvolle Passagen.

 

Statt eines einzigen langen Anstiegs besteht die Strecke aus zahlreichen kurzen Auf- und Abstiegen. Wer zu Beginn zu viel riskiert, könnte dies auf den letzten Kilometern spüren.

Zusätzliche Spannung bringen drei Zeitsegmente: Bei Kilometer fünf wartet ein steiler Anstieg, anschließend ein schnelles Sprintsegment und im letzten Renndrittel eine technisch anspruchsvolle Abfahrt. Hier können die Athletinnen und Athleten weitere Punkte sammeln.

Bild: GTWS / Rising Story

Kiriago führt – doch die Männerwertung bleibt offen

Bei den Männern hat sich die Ausgangslage nach dem Rennen in Myoko deutlich verändert.

Philemon Kiriago reist mit 860 Punkten als Führender der Gesamtwertung nach China. Der Kenianer konnte sich nach seinem vierten gewerteten Rennen an die Spitze setzen und Elhousine Elazzaoui hinter sich lassen. Elazzaoui liegt mit 824 Punkten auf Rang zwei.

 

Dahinter folgt Patrick Kipngeno mit 772 Punkten. Kipngeno kommt mit viel Selbstvertrauen nach China: Er gewann zuletzt den Myoko Trail und hat sich in den vergangenen Jahren als besonders erfolgreicher GTWS-Athlet in Asien gezeigt. Seine Bilanz ist beeindruckend: Kipngeno konnte bereits fünf GTWS-Rennen in Asien gewinnen – darunter Rennen beim Kobe Trail, beim Myoko Trail und zweimal in China.

 

Auch Michael Selelo gehört zu den Läufern, die man im Blick behalten sollte. Der Kenianer liegt mit 754 Punkten auf Rang vier und stand in allen vier GTWS-Rennen, die er in dieser Saison bestritten hat, auf dem Podium.

 

Für zusätzliche Spannung sorgt Brayan Rodríguez. Der Mexikaner gehörte zu den Entdeckungen der Saison, lief bereits beim Québec Mega Trail und bei Sierre-Zinal in die Top 10 und zeigte auch in Myoko seine Klasse, bevor ein Sturz sein Rennen stoppte.

 

Und dann ist da natürlich die besondere Kulisse: Joey Hadorn, Ryunosuke Omi und Zhu Yutao gehören ebenfalls zum hochkarätigen Starterfeld.

Bild: GTWS / Koastal Forest

Auch bei den Frauen ist Spannung garantiert

Noch enger ist die Situation bei den Frauen.

 

Die Gesamtwertung wird derzeit von Madalina Florea angeführt. Die Rumänin kommt auf 872 Punkte, wird in Jinshanling allerdings krankheitsbedingt nicht am Start sein. Davon könnten mehrere Konkurrentinnen profitieren.

 

Eine davon ist Ruth Gitonga, die mit 698 Punkten aktuell auf Rang zwei liegt. In Myoko kämpfte die Kenianerin lange um den Sieg, musste sich nach einem schwierigen letzten Anstieg jedoch mit einer Platzierung außerhalb des Podiums begnügen.

 

Mit Barbora Bukovjan und Marie Nivet folgen zwei weitere Athletinnen, die in der Gesamtwertung dicht dahinterliegen. Bukovjan steht bei 696 Punkten, Nivet bei 663 Punkten. Nivet konnte sich in Myoko im Kampf um das Podium mit gerade einmal 45 Sekunden Vorsprung vor Bukovjan durchsetzen. Entsprechend eng dürfte auch das Rennen an der Chinesischen Mauer werden.

Bild: GTSW / Rising Story

Punkte und Prämien im Blick

In Jinshanling geht es um mehr als den Tagessieg. Die Platzierungen in der Gesamtwertung entscheiden unter anderem über Saisonprämien und Unterstützung für die kommende Saison.

 

Zusätzliche Punkte können über die drei Zeitsegmente gesammelt werden. Gerade vor dem Grand Finale können diese kleinen Unterschiede entscheidend für die Positionen in der Gesamtwertung sein.

 

Auch das Preisgeld wurde erhöht: Insgesamt werden 40.800 Euro an die Top 10 der Männer und Frauen ausgeschüttet. Die Siegerinnen und Sieger erhalten jeweils 6.000 Euro.

So könnt ihr das Rennen verfolgen

Das Rennen findet am Sonntag, 27. September, statt.

  • Frauen: 08:00 Uhr MESZ
  • Männer: 08:20 Uhr MESZ
  • HBO Max: Live-Übertragung ab 07:50 Uhr MESZ
  • Eurosport 2: Live-Einstieg ab 08:15 Uhr MESZ
  • zusätzlich Live-Timing und Berichterstattung über die Kanäle der Golden Trail World Series

Die Highlights werden anschließend ebenfalls veröffentlicht.

Fazit

Das Jinshanling Great Wall Trail Race verspricht ein besonderes Rennen: anspruchsvolle Höhenmeter, technische Passagen, schnelle Segmente und eine einzigartige historische Kulisse.

 

Für viele Athletinnen und Athleten ist es gleichzeitig die letzte große Chance, vor dem Grand Finale in Südkorea am 24. und 25. Oktober wichtige Punkte zu sammeln.

 

Trailrunning trifft Weltgeschichte – an der Chinesischen Mauer wird es spannend.

Bild: Salomon

TOP-EMPFEHLUNG

Brooks Ghost Trail Damen Laufschuh - Harbor Mist/Poppy/Yucca

Mehr erfahren
Title

Entdecke die Kategorien

Title
Title

Trailschuhe: Jetzt entdecken

Weitere Beiträge