Garmin-Report: So weit und so schnell läuft die Welt

text: laura damnitz, quelle: garmin blog | bildmaterial: garmin blog, brooks, triathlon.de

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Zum diesjährigen Global Running Day hat Garmin frische Datensätze aus Millionen von Nutzeraktivitäten ausgewertet. Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: Wir laufen nicht nur mehr, sondern kombinieren unser Training smarter und laufen im Alter sogar oft ausdauernder als die jüngere Generation.

 

Egal, ob du nach Motivation für deinen nächsten Trainingslauf suchst oder wissen willst, wie du im internationalen Vergleich abschneidest – wir haben die spannendsten Erkenntnisse der Garmin-Laufstudie für dich zusammengefasst.

Der große Lauf-Boom: Indoor legt massiv zu

Die Lauf-Community wächst und zeigt sich extrem wetterfest. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet Garmin weltweit einen spürbaren Anstieg der Laufaktivitäten:

  • Outdoor-Läufe stiegen moderat um 3,2 % an.
  • Indoor-Läufe (Laufband und Halle) erlebten einen regelrechten Boom und kletterten um satte 12,6 % nach oben. Den größten Zuwachs bei den Aktivitäten verzeichnete übrigens die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen, dicht gefolgt von den 20- bis 29-Jährigen. Das absolute Vorreiterland in Sachen Laufband- und Bahntraining ist Südkorea – dort wurden die meisten Indoor-Einheiten pro Kopf getrackt.

Die durchschnittliche Distanz: So weit laufen wir

Wie lang ist der typische Feierabendlauf weltweit? Im Durchschnitt laufen Garmin-Nutzer pro Trainingseinheit 7,76 Kilometer (4,82 Meilen).

 

Besonders spannend ist der Blick auf die Altersgruppen: Die Generation 50+ hat hier das meiste Sitzfleisch! Während die jüngeren Läufer oft kürzere, knackigere Einheiten absolvieren, liegt die durchschnittliche Distanz bei den 50- bis 59-Jährigen mit rund 8,21 Kilometern (5,1 Meilen) am höchsten.

Auch bei der Laufzeit zeigt sich die Ausdauer der Erfahrenen: Ein durchschnittlicher Lauf dauert global 46,3 Minuten. Aufgeteilt nach Alter sieht das wie folgt aus:

  • 60–69 Jahre: 50,8 Minuten
  • 50–59 Jahre: 50,7 Minuten
  • Über 70 Jahre: 49,9 Minuten
  • 20–29 Jahre: 42,6 Minuten

Beim wöchentlichen Gesamtvolumen zeigt sich die Community bodenständig: Knapp 40 % der Läuferinnen und Läufer kommen auf ein wöchentliches Pensum von 10 bis 16 Kilometern. Rund 28 % schaffen 18 bis 32 Kilometer pro Woche, während nur eine kleine Elite von 3 % mehr als 50 Kilometer in sieben Tagen sammelt. Die beliebtesten Monate für Kilometer-Sammler ist übrigens der August, und der längste Lauf der Woche findet traditionell am Samstag statt.

Das internationale Pacing: Wer läuft am schnellsten?

Garmin hat auch die durchschnittlichen Geschwindigkeiten analysiert. Rechnet man die weltweiten Durchschnittszeiten um, ergeben sich folgende Werte:

  • Männer laufen im Schnitt eine Pace von 5:49 min/km (9:21 min/Meile).
  • Frauen liegen im globalen Schnitt bei einer Pace von 6:20 min/km (10:11 min/Meile).

Im weltweiten Ländervergleich haben die Europäer die Nase vorn. Die absolut schnellste Durchschnittspace wird auf der grünen Insel gelaufen: Irland führt das Ranking mit einer beeindruckenden Durchschnittspace von 5:41 min/km an, dicht gefolgt von Portugal (5:43 min/km) und Italien (5:44 min/km).

Besserer Schlaf für Läufer

Neben der Ausdauer profitiert vor allem die Regeneration im Alltag: Die Auswertung zeigt eindeutig, dass Wer läuft, auch deutlich besser schläft! Garmin-Läuferinnen und -Läufer erreichen im Gesamtschnitt einen hervorragenden Sleep Score von 73, während Nicht-Läufer im Schnitt nur bei einem Wert von 70 liegen. Wer besonders fleißig ist und mehr als 18 Kilometer pro Woche läuft, steigert seine Schlafqualität im Schnitt sogar auf einen Score von 74.

Herzfrequenz: Der Fleißzahler-Effekt im Ruhepuls

Ein noch direkteres Feedback für dein Herz-Kreislauf-System liefert die Ruheherzfrequenz (RHF). Die Daten zeigen eine unmissverständliche Korrelation: Je mehr Kilometer pro Woche geschrubbt werden, desto niedriger und effizienter schlägt das Herz im Ruhemodus!

  • Nicht-Läufer haben im Schnitt eine RHF von 62 Schlägen pro Minute.
  • Wer bis zu 8 Kilometer (0–5 Meilen) pro Woche läuft, drückt den Puls bereits auf unter 59.
  • Die Kilometermillionäre mit über 50 Wochenkilometern (31+ Meilen) thronen bei einer athletischen durchschnittlichen Ruheherzfrequenz von starken 55 Schlägen pro Minute.

Fitness-Check: Das bringt das Training für VO2max

Dass sich das regelmäßige Kilometer-Sammeln positiv auf den Körper auswirkt, belegen die aufgezeichneten Gesundheitsdaten auf beeindruckende Weise. Der durchschnittliche VO2max-Wert aller Garmin-Läufer liegt global bei einem starken Wert von 50.

 

Schaut man tiefer in diese aerobe Leistungsfähigkeit, sinkt der Bestwert bei den Männern im Schnitt von 57 (18–29 Jahre) auf 44 (ab 70 Jahren). Die Frauen starten in den Zwanzigern bei einem starken Schnitt von 51 und halten im Alter über 70 immer noch eine beachtliche durchschnittliche VO2max von 41.

Warum wir eigentlich laufen: Die Psyche gewinnt

Neben harten Zahlen liefert der Report auch spannende Einblicke in unsere Motivation. Zwar geben 60 % der Befragten an, aus Gründen der körperlichen Fitness mit dem Laufen begonnen zu haben – doch die mentalen Effekte wiegen mittlerweile fast schwerer:

  • 47 % nutzen das Laufen gezielt zur Stressbewältigung und zur Verbesserung der mentalen Gesundheit.
  • 74 % geben an, dass das Laufen ihnen hilft, ihr emotionales Wohlbefinden im Gleichgewicht zu halten.
  • 64 % betonen sogar, dass das Laufen Einsamkeitsgefühle aktiv reduziert.

Fazit

Die Daten von Garmin zeigen: Laufen ist viel mehr als nur reines Tempomachen. Es ist ein ganzheitlicher Lifestyle geworden, bei dem Regeneration (Schlaf), Krafttraining und mentale Gesundheit im Fokus stehen. Und die Tatsache, dass die Generationen über 50 und 60 Jahre bei der Laufzeit und den Distanzen glänzen, zeigt einmal mehr: Unser Sport hält uns langfristig jung.

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