Red Bull Wattlauf 2026: 24,6 Kilometer durch das Wattenmeer gegen die Flut

text: laura damnitz, quelle: citybeam communications | bildmaterial: red bull content pool

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Am 20. September 2026 findet in Cuxhaven die zweite Ausgabe des Red Bull Wattlaufs statt. Rund 1.500 Läufer:innen erwartet ein außergewöhnliches Rennen durch das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Mit Florian Neuschwander und David Schönherr stehen zwei starke Athleten an der Startlinie. Außerdem erweitert eine neue 12,3-Kilometer-Strecke das Rennangebot.

Sand, Schlick, Priele und Wasser statt Asphalt: Beim Red Bull Wattlauf führt die Strecke von Cuxhaven-Duhnen bis zur zwölf Kilometer entfernten Insel Neuwerk und anschließend wieder zurück. Dabei müssen die Teilnehmer:innen nicht nur mit den wechselnden Bedingungen des Untergrunds zurechtkommen. Die Gezeiten geben gleichzeitig den zeitlichen Rahmen vor. Wer zu langsam ist, riskiert, von der auflaufenden Flut eingeholt zu werden.

 

Nach der Premiere im vergangenen Jahr geht der Red Bull Wattlauf am 20. September in die zweite Runde. Für die diesjährige Ausgabe haben sich unter anderem Florian Neuschwander, David Schönherr, Kim Gottwald und Lukas Müller angekündigt.

Zwei Wings-for-Life-Sieger erstmals gemeinsam im Watt

Mit Florian Neuschwander und David Schönherr treffen beim Red Bull Wattlauf zwei Athleten aufeinander, die beide bereits den Wings for Life World Run in München gewonnen haben. Während Schönherr erstmals im Wattenmeer an den Start geht, kennt Neuschwander die besonderen Bedingungen bereits aus dem Vorjahr. Bei der Premiere sicherte sich der Ultraläufer mit deutlichem Vorsprung den Sieg.

Wie stark sich das Rennen von einem klassischen Straßenlauf unterscheidet, hat Neuschwander im vergangenen Jahr selbst erfahren. Die ersten vier Kilometer konnte er noch mit einem Tempo von etwa 3:30 Minuten pro Kilometer absolvieren. Danach wurde das Vorankommen deutlich schwieriger: Auf fast drei Kilometern wartete Wasser, das teilweise bis zur Hüfte oder Brust reichte.

„Der Red Bull Wattlauf ist einfach ein komplett anderes Rennen. Im vergangenen Jahr konnte ich die ersten vier Kilometer im 3:30er Schnitt noch richtig schnell angehen. Danach folgten fast drei Kilometer durch hüft- bis brusthohes Wasser. Plötzlich dauert ein Kilometer acht, zehn oder sogar zwölf Minuten. Da heißt es, das Tempo herauszunehmen und zwischendurch auch mal zu gehen“, sagt Florian Neuschwander.

Bild: Sebastian Kraft / Red Bull Content Pool

Bild: Christian Brecheis / Red Bull Content Pool

Auch für David Schönherr steht beim Wattlauf eine neue Herausforderung bevor. Nach zwölf Jahren im Straßenmarathon, bei denen die Jagd nach Bestzeiten im Mittelpunkt stand, bietet der Wettkampf in Cuxhaven eine völlig andere Ausgangslage.

„Der Red Bull Wattlauf ist einfach ein komplett anderes Rennen. Im vergangenen Jahr konnte ich die ersten vier Kilometer im 3:30er Schnitt noch richtig schnell angehen. Danach folgten fast drei Kilometer durch hüft- bis brusthohes Wasser. Plötzlich dauert ein Kilometer acht, zehn oder sogar zwölf Minuten. Da heißt es, das Tempo herauszunehmen und zwischendurch auch mal zu gehen“, sagt Florian Neuschwander.

Neben den beiden Wings-for-Life-World-Run-Gewinnern gehören auch der Extremläufer Kim Gottwald und der Hybrid-Athlet Lukas Müller zu den bestätigten Teilnehmern.

Die Gezeiten bestimmen das Rennen

Die besondere Herausforderung des Red Bull Wattlaufs liegt nicht allein in der Beschaffenheit der Strecke. Die Teilnehmer:innen müssen sich gleichzeitig mit den Gezeiten auseinandersetzen. Vor Cuxhaven sorgt der extreme Tidenhub dafür, dass sich die Bedingungen während des Rennens verändern.

 

Auf der Langstrecke beträgt die Gesamtdistanz 24,6 Kilometer. Der Wendepunkt befindet sich auf Neuwerk am historischen Leuchtturm. Das Bauwerk gilt als Hamburgs ältestes und markiert den Punkt, an dem die Läufer:innen ihre Wendemarke erhalten.

Entscheidend ist dabei die vorgegebene Cut-off-Zeit für das Erreichen der Insel. Wer Neuwerk nicht innerhalb dieser Zeit erreicht, darf das Rennen aus Sicherheitsgründen nicht fortsetzen.

Bild: Christian Brecheis / Red Bull Content Pool

Neue 12,3-Kilometer-Distanz für Hobbyläufer

Bei der zweiten Auflage kommt eine weitere Distanz hinzu. Neben der 24,6 Kilometer langen Langstrecke können die Teilnehmer:innen erstmals über 12,3 Kilometer antreten.

Die neue Kurzstrecke soll auch Hobbyläufer:innen die Möglichkeit geben, die außergewöhnlichen Bedingungen des Wattlaufs zu erleben. Der offizielle Wattwanderweg führt dabei über unterschiedliche Untergründe. Schlick, Sandbänke, Priele und flaches Wasser sorgen dafür, dass sich die Strecke deutlich von einem gewöhnlichen Straßenlauf unterscheidet.

 

Für die Kurzstrecke gibt es zudem eine eigene Wendemarke: Ein speziell aufgestellter Miniatur-Leuchtturm zeigt den Teilnehmer:innen, wo sie umkehren.

Panel-Talk und Shake-Out Run am Samstag

Bereits am Vortag des Rennens beginnt das Rahmenprogramm. Am Samstag, 19. September, können Teilnehmer:innen und Besucher:innen zunächst ihre Startnummern abholen.

 

Ab 18 Uhr stehen Florian Neuschwander und David Schönherr bei einem Panel-Talk auf der Bühne. Im Mittelpunkt stehen ihre Erwartungen an das Rennen, die besonderen Anforderungen des Laufs durch das Watt sowie die Rolle von Taktik und mentaler Stärke.

Eine Dreiviertelstunde später, um 18:45 Uhr, geht es beim gemeinsamen Shake-Out Run entlang der Küste noch einmal gemeinsam auf die Strecke.

Der Zeitplan für das Rennwochenende

Samstag, 19. September 2026

  • 15:00–20:00 Uhr: Startnummernausgabe
  • 18:00 Uhr: Panel-Talk mit Florian Neuschwander und David Schönherr
  • 18:45 Uhr: Shake-Out Run

Sonntag, 20. September 2026

  • 08:00–09:00 Uhr: Startnummernausgabe
  • 08:00–10:30 Uhr und 12:00–16:00 Uhr: Garderobe
  • 10:10 Uhr: Sicherheitsunterweisung
  • 10:45 Uhr: Startaufstellung
  • 11:10 Uhr: erster möglicher Start
  • 15:00 Uhr: Siegerehrung
  • 19:00–20:30 Uhr: Rückfahrt mit der Fähre
  • 20:30–21:30 Uhr: Rückgabe der Beutel an der Fähre

Damit wartet auf die Teilnehmer:innen des Red Bull Wattlaufs 2026 nicht nur ein Rennen über ungewöhnliches Terrain, sondern eine Strecke, deren Bedingungen maßgeblich von den Gezeiten bestimmt werden. Rund 1.500 Läufer:innen stellen sich am 20. September dieser besonderen Herausforderung zwischen Cuxhaven-Duhnen und Neuwerk.

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